Kategorie: Ratgeber


  • Wohnrecht auf Lebenszeit: was es für Eltern, Kinder und Erben bedeutet

    Ein Wohnrecht auf Lebenszeit erlaubt einer Person, ein Haus oder eine Wohnung bis zu ihrem Tod zu bewohnen, obwohl sie nicht (mehr) Eigentümerin ist. Am sichersten ist es als Wohnungsrecht im Grundbuch: Dann gilt es auch gegenüber einem späteren Käufer, und es erlischt in der Regel erst mit dem Tod

  • Testament für unverheiratete Paare und Patchwork-Familien

    Wer nicht verheiratet ist, erbt vom Partner ohne Testament nichts, auch nach vielen Jahren des Zusammenlebens. In Patchwork-Familien kommt hinzu, dass Stiefkinder kein gesetzliches Erbrecht haben. Beides lässt sich durch Testament oder Erbvertrag regeln; dabei sind Pflichtteilsrechte der Kinder und

  • Erbe ausschlagen: Frist, Schulden und was zuerst zu tun ist

    Wer erbt, übernimmt nicht nur Vermögen, sondern auch die Schulden der verstorbenen Person. Wer nichts unternimmt, hat das Erbe nach Ablauf der Ausschlagungsfrist angenommen, in der Regel sechs Wochen nach Kenntnis vom Erbfall. Bei Verdacht auf Überschuldung gilt deshalb: zuerst die Frist notieren, d

  • Patientenverfügung: Wie konkret muss sie sein?

    Eine Patientenverfügung ist nur dann unmittelbar verbindlich, wenn sie konkret beschreibt, in welcher Situation Sie welche ärztlichen Maßnahmen wünschen oder ablehnen. Allgemeine Sätze wie „keine lebenserhaltenden Maßnahmen“ reichen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs für sich genommen ni

  • Haus überschrieben, dann Pflegeheim: Was die 10-Jahres-Frist bedeutet

    Wird ein Elternteil pflegebedürftig und reicht das eigene Geld für das Pflegeheim nicht, kann ein verschenktes Haus wieder eine Rolle spielen. Der Elternteil kann das Geschenk wegen Verarmung zurückfordern, und das Sozialamt kann diesen Anspruch auf sich überleiten. Das ist ausgeschlossen, wenn bei

  • Ehegattennotvertretungsrecht: Was der Partner ohne Vollmacht darf

    Seit dem 1. Januar 2023 darf ein Ehegatte den anderen in Gesundheitsangelegenheiten vertreten, wenn dieser wegen Bewusstlosigkeit oder Krankheit nicht selbst entscheiden kann. Dieses Notvertretungsrecht ist auf höchstens sechs Monate begrenzt und gilt nur für die Gesundheit, nicht für Konto, Haus od

  • Bauträgervertrag: Der Ratenplan nach MaBV einfach erklärt

    Wer eine Wohnung oder ein Haus vom Bauträger kauft, zahlt den Preis nicht auf einmal, sondern in Raten nach dem Baufortschritt. Die Makler- und Bauträgerverordnung (MaBV) legt fest, wann die erste Rate frühestens fällig werden darf und wie viel auf welchen Bauabschnitt entfallen darf. Nach dem geset

  • Abnahme Gemeinschaftseigentum: Neubauwohnung richtig übernehmen

    Mit der Abnahme erklären Sie gegenüber dem Bauträger, dass Sie das Bauwerk als im Wesentlichen vertragsgemäß annehmen. Das hat weitreichende Folgen: Die Gewährleistungsfrist beginnt, die Beweislast für Mängel verschiebt sich, und Zahlungen, die vertraglich an die Abnahme anknüpfen, können fällig wer

  • GmbH gründen beim Notar: Musterprotokoll oder eigene Satzung?

    Eine GmbH entsteht in drei Schritten: Der Gesellschaftsvertrag wird notariell beurkundet, das Stammkapital eingezahlt und die Gesellschaft über den Notar zum Handelsregister angemeldet. Mit der Eintragung ist die GmbH als solche entstanden. Ob ein standardisiertes Musterprotokoll genügt oder eine ei

  • GmbH-Anteile übertragen: Ablauf, Gesellschafterliste und UG oder GmbH

    Wer einen Geschäftsanteil an einer GmbH oder UG verkauft, verschenkt oder an die nächste Generation weitergibt, braucht dafür einen notariell beurkundeten Vertrag. Der Notar reicht anschließend eine neue Gesellschafterliste zum Handelsregister ein – erst wenn sie dort aufgenommen ist, gilt der Erwer